niederschrift. spiegelbild. spuren im sand. chronik. fenster öffnen.

Nur ein kleines Lebenszeichen.

Die Tage wird es wieder einige Einträge geben.

"So far, so long..."

30.3.09 03:02


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Ich wäre ja für eine Sammelbestellung für Fackeln und Mistgabeln, von ebenfalls in den Wahnsinn getriebenen Musikprogramm-Opfern. Quantenphysikalische Theorien dürften verständlicher sein als eben jene. Wer sich musikalisch, im Alleingang wohlgemerkt, über „Schülerband-“ Niveau versucht sich zu verwirklichen, der erlebt eine böse Überraschung nach der anderen.

Ich glaube mein Problem hierbei ist, dass ich in diesem Bezug keinerlei Kompromisse eingehen kann. Wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe, dann brauche ich die vollen 100%. Ich bin ja (noch) nicht größenwahnsinnig, ich kenne meine Grenzen und somit bin ich in der Lage die Messlatte der Erreichbarkeit auf die richtige Position bringen. Nur erwarte ich gleichzeitig auch das maximal mögliche Ergebnis und gebe mich nicht mit weniger zufrieden, was leider irgendwo doch einen destruktiven Charakter mit sich bringt. Ich bin zwar weiterhin motiviert, aber dennoch ein wenig enttäuscht von meiner bisherigen Leistung.

 

Sonst kann ich mich eigentlich nicht beklagen. Wochenende war Geburtstagsfeier von einem Freund, welche sich zu einem sehr witzigen Abend entwickelte und am darauf folgenden Tag ging es auch direkt wieder mal auf eine Veranstaltung. Ich schätze es irgendwo spontan die Schuhe zu schnüren und einfach mal loszuziehen. Hat sich auch durchaus wieder gelohnt, da man ein paar sehr sympathische Leute getroffen und auch Nummern ausgetauscht hat. Mal sehen wohin das führt.

Insbesondere erfreute es mich, dass da auch wieder ein flüchtiger Bekannter anwesend war, mit dem ich mir bereits im Februar mächtig die Kante gegeben habe. Das verwundernswerte hierbei ist die Tatsache, dass man sich miteinander unterhält als würde man sich schon Jahrelang gut kennen. Ging im letzten Monat nach unzähligen Bieren und kurzen (Finnen halt… muss genetisch bedingt sein, dass die so unglaublich viel vertragen) soweit, dass man – bei einem Ausnüchterungskaffee am Hauptbahnhof – doch beschloss sich ein Taxi zu teilen. Nur hat er dem Taxifahrer (Der sich vor lachen, aufgrund unserer permanenten dummen Sprüche, kaum aufs Fahren konzentrieren konnte) einen großen Schein gegeben, mit der bitte mich doch auch noch nach hause zu fahren. Das hat mich ehrlich gesagt ziemlich gerührt…

Dieses Mal hatte ich nicht so viel Glück, da ich in der Bahn einschlief und nördlich von Hamburg erst wieder erwachte. Auf der Rückfahrt schlief ich abermals ein, wurde aber eine Station vor meiner Haltestelle durch eine SMS von eben jenem Finnen geweckt. Der Kerl ist Gold wert.

 

Gegen Ostern geht es dann erstmal für ein paar Tage nach Göttingen, ein großer Kandidat für den angepeilten Umzug. Vom Bekanntenkreis schön zentriert gelegen und, laut Bildern und Berichten, eine sehr schöne Stadt. Ich bin gespannt und freue mich auch schon darauf, einen guten Freund da zu Besuchen.

Ich habe zudem mein aktuelles Arbeitsverhältnis bereits beendet, da ich nun über die nächste Zeit sehr viel zu erledigen bzw. Vorarbeit zu leisten habe. Ich habe ja noch einen 2ten Job, bequem von daheim aus. Auch wenn der Weg durchaus steinig wird, so bin ich doch ziemlich optimistisch gestimmt. Neue Ziele habe ich genug, nun liegt es einfach wieder an mir… und einer fein kristallisierten priese Glück.

18.3.09 15:19


Zwischenspiel - Teil I

Wieder einer diese Abende. Ich würde ehrlich gesagt gern noch mal weggehen. Ich befinde mich momentan wieder in einem Gedankenfluss und habe die Schwimmflügel scheinbar verlegt.

Es gab Zeiten, da hätte ich selbst um diese Uhrzeit - mitten in der Woche - noch den einen oder anderen Mitstreiter gefunden. Wie sehr sehne ich mich zurück zu diesen Zeiten. Nun sind einstige Wegbegleiter entweder über 800km entfernt, oder sie verschwanden anderweitig aus meinem Leben. Oft aus reiner Nichtigkeit, aber auch aus purem Vertrauensmissbrauch ihrerseits und ich bin es leid für andere durch einen Sumpf zu stampfen während jene, sicher von einem festen Steg aus, mir zusehen.

Verlasse ich nun meine Heimatstadt, oder bleibe ich doch zumindest in der Umgebung? Einerseits weiß ich im Voraus, dass ich früher oder später diverse Dinge hier vermissen würde… Andererseits reizt mich eine völlig neue Umgebung und der damit unterstütze Neuanfang meinerseits (welcher ja bereits seit einiger Zeit im vollen Gange ist). Momentan liegt es wirklich einzig an mir. Finanziell ist dies auch schon lange abgesichert, aber es fehlt der letzte entscheidende Faktor und diese Suche scheint nicht abzuklingen. Das geht nun schon Monate so und ich schlage hier gewissermaßen Wurzeln.

Ich weiß nicht wohin mich mein Weg führt. Ich habe alles Erdenkliche bereits in die Wege geleitet und doch fühle ich wie eine ausgesorgte Plastikflasche. Ich muss auf dem nächsten Boot nicht der Kapitän sein, mir reicht der einfache Matrose, aber ich will nie wieder das Deck schrubben müssen. Vorher springe ich freiwillig ins kalte Wasser.

9.3.09 23:26


Rückblick / Ausblick

Der verblichene Februar, war einer der ereignisreichsten und gleichzeitig merkwürdigsten Monate seit langem. Ich wünschte ich könnte ihn simpler weise in eine Schublade stecken und somit abharken. Es ist so viel passiert, was im Übrigen auch meine längere Abstinenz hier erklärt, dass ich es kaum noch zusammen bekomme. In etwa wie eine 240min Videokassette, welche mehrmals mit Aufnahmen überspielt wurde und deren Qualität, langsam aber sicher,  darunter leidet. Ich werde es, über die nächsten Tage, mal versuchen zu schildern.

Von daher werden die nächsten Einträge eher einem verspäteten Tagebuch ähneln, als meine sonstige „Ich kotze in den Papiereimer-“ Attitüde.

Wie unschwer zu erkennen, befinde ich mich momentan ein bisschen in Bastellaune. Die angepeilte Stilistik ist wohl nicht sehr schwer zu erkennen, aber ich bin noch lange nicht fertig.

 

"so far, so long..."

8.3.09 23:33


Materieller Tapetenwechsel

Wenn der Tag bereits mit einer Laune beginnt, dass man sich wünscht die Rosinen in den Haferflocken wären abgelaufene Zyankalikapseln, kann das schon mal nichts Feinfühliges werden. Auch die Mimik im ersten morgendlichen Spiegelbild-begutachten, weckte entfernte Ähnlichkeiten mit einem danebengegangen Streuselkuchen. Gepriesen sei der Kaffee, ohne ihn gebe es kein gescheites Erwachen. Aber auch dieser bringt schon lange nicht mehr den gewünschten Effekt und dient eher als Routine beim morgendlichen Ritual. Auf Kochen hatte ich keine Lust, von daher fürstlich Ente süß/sauer beim Chinesen gespeist.

Meine Laune ist irgendwie im Keller und ich weiß nicht warum. Beruflich läuft es gut, mein Kontostand ist höher als jemals zuvor, kann mich auf meinen Urlaub im April freuen… hm.

Jetzt sitze ich mal wieder hier und versuche irgendwo die Tschernobyl-ähnlichen Zustände in meinem Kopf zu sortieren. Der Kontrabass ist an die Wand gelehnt und haucht mir immer wieder ein leises „spiel mit mir“ zu. Würde ich ja gern, Großer… leider keine Energie. Gedulde dich also noch ein kleinwenig, ich hab dich sicher nicht vergessen…

Meine Gedanken holen mich anderweitig ein. Wofür das ganze eigentlich noch? Ich verlor doch eh jeden Aspekt, der mir mal etwas bedeutet hatte. Was ist die letzten 1½ Jahre passiert? So ziemlich alles hat sich geändert, vieles zum Guten, nur bin ich scheinbar der einzige, der von all dem etwas mitbekam. Sicher, in erster Linie tat ich all dies für mich, aber es stimmt mich irgendwo traurig und lässt somit einiges teils verblassen. Ich habe das Gefühl, dass sich alles in einem Dämmerzustand abspielt und ich warte auf jene  Person, welche freundlicherweise den Lichtschalter betätigt.

Dafür habe ich erstmal frohen Mutes meinen Kontostand mit diversen Bestellungen verärgert. Ich liebe es immer wieder: Bei 10 Bestellungen aus, 5 verschiedenen Quellen / Ländern freut es einen natürlich immerzu, wenn die Versandkosten teilweise mit dem Warenwert konkurrieren. Zudem weiß man ja auch nie wann, oder ob, etwas den Postkasten beehrt. Sei es drum, haben – haben – haben wollen! : )

Ich brauche einfach mal einen rein materiellen Tapetenwechsel. Ich brauchte nie wirklich viel. Liegt vielleicht auch daran, dass ich aus sehr einfachen Verhältnissen stamme und somit oft mit dem zufrieden bin, was ich habe. ( Dieser Umstand schließt ja nicht aus, dass ich sonst keine wünsche habe. Da gibt es „so einiges“… )

Nun habe ich aber wirklich mal zugeschlagen und starte auch die nächsten Tage eine größere Einkaufstour. Vieles habe ich bereits aussortiert, weggeschmissen, verkaufsfertig gemacht, den berühmt berüchtigten Blauen Mühlsack für die Altkleidersammlung bereitgestellt,… Auch sonst wirkt meine Umgebung nun um einiges leerer. Wie heißt es doch so schön: “Raum für neues“.

Ich habe irgendwo das Gefühl, dass dies mir ganz gut tun wird. Auch wenn mich das ganze Unterfangen mal locker Tausend Euronen kostet, dass ist mir irgendwo herzlich egal. Ich wollte dies doch schon länger, aber ich habe einfach nicht meinen hintern dafür hochbekommen. Wie lange soll ich denn noch damit warten? Ich mache es einfach mal und warte selbst das Ergebnis ab. Wenn ich mich auch nur ein kleines stück wohler fühlen sollte, war es jede Seite der Münze wert.

27.1.09 16:27


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